Dienstag, 4. Mai 2010

Tag 36 - Jeburtstach in Quaga

Ein neuer Tag beginnt. Der dritte Mai 2010. Boom, Bäng, Kawumm, schon wieder Geburtstach, der vierundreissigste mittlerweile. Junge, Junge, Junge, schon ein ganz schön alter Sack inzwischen. Vor allem, wenn ich mir überlege, was während meines Auftritts schon so alles passiert ist auf der Welt. Elvis stirbt, die RAF-Führer sterben ebenfalls in Stammheim, die große Ära der Konservativen in Europa und der Welt mit Ronnie Reagan, Maggie Thatcher und Helmi Kohl bricht an und geht auch wieder vorüber; Jens Weissflog wird in Sarajevo Skisprung-Olympiasieger, ein paar Jahre später wird das Olympiastadion von Sarajevo in ein Konzentrationslager umgewandelt; bevor ich mich wo richtig an die schöne D-Mark, für die wir so leidenschaftlich demonstriert hatten während unserer samtenen Revolution anno 89, gewöhnt hatte, gab's stattdessen diese uncoolen Euro-Scheine, die auch noch in solchen rückständigen Ländern wie Portugal und Griechenland hergestellt wurden. Wenn ich beschreiben sollte, wie die Dinger aussehen - ich könnte es immer noch nicht... Und der schöne Commodore 64, auf den wir so stolz waren Ende der 80er, taugt mittlerweile alllenfalls als Ausstellungsstück für's Museum.

Und passend zum Zeitgeist verbringe ich meinen Geburtstag in Burkina Faso, statt daheim bei Mama auf der Terasse bei Gewittertorte und Kaltem Hund, wie es sich eigentlich gehört. Verrückte Welt ist das - auf jeden! Und ziemlich schnellebig isse geworden, diese Welt. Sagt zumindest jeder, ist aber wahrscheinlich auch viel Wahres dran, gel?

Also wie es auch sei, erst mal möchte ich mich bedanken für die ville Geburtstachsglückwünsche, die ich so bekommen habe!!! Merci beacoup a tout!!! Ich bin eigentlich traditionell ein Geburtstags-Phobiker, freue mich aber total über jeden, der dann doch daran denkt. Und das waren eine ganze Menge dieses Jahr, puh. Coole Sache, donnke, donnke. Wenn man auf allen möglichen Social Platforms vertreten ist wie ich mittlerweile, kann das Einsammeln der Glückwünsche allerdings eine ganze Weile in Anspruch nehmen. Telefonate, Mailboxen abchecken, SMS gucken, dann in's Internet und der Spaß geht erst los. Diverse Mail Accounts checken, dann laufen da noch diese Instant Messaging Programme à la Skype und MSN. Gut, ma gucken, was in Facebook los ist. Au weia, eine ganze Menge. Wo sind wa noch? MySpace, StudiVZ, LinkedIn, Stayfriends, Xing. Ähem, geht's noch? Ach ja, mein kleines Blögchen, mein externalisiertes Bewusstsein sozusagen. Und auch da hat's Glückwünsche eingeschlagen. Also echt, merci, merci. Sehr lieb von euch alle. Ick fühle ma rischtisch jeehrt!

Und die tollste Sache von allen, eine Foto-Love-Story im Bravo-Style von meiner Angebeteten übersehe ich dabei fast und entdecke sie erst kurz vor Ultimo, eine halbe Stunde vor Mitternacht. Wow!

Aber wie ist dit allet passiert? Wat sind die Hintergründe? Womöglich sogar eine Verschwörung oder alles nur ein verrückter Zufall?  Hier kommen die Fakten, Fakten, Fakten!

Also, die Nacht von Sonntag auf Montag hatte ich ja noch in Quahgouya verbracht, ca. 180 Kilometer vor Quagadougou, im Hotel Dunia. Ich hab ziemlich bescheiden gepennt, hatte mich für ein Zimmer ohne Air Con entschieden, nur mit einem Fan. Am Tage auf dem Mopped kann ich die Hitze ganz gut aushalten, ich sorge ja durch entsprechende Geschwindigkeiten selbst für eine ausreichende Luftzufuhr und somit Abkühlung. Wenn es nachts aber immer noch so warm ist, dass man nicht einpennen kann, ist es schon blöd. Dabei finde ich Air Cons jetzt auch nicht gerade besonders prickelnd. Erstens erkältet man sich schnell mal, zweitens gewöhnt sich dann der Körper erst recht nicht an das Klima und kommt irgendwie total durcheinander.

Na jut, schon wartet der erste Gratulant. Er weist mich darauf hin, dass heute an diesem Montag ein ganz besonderer Geburtstag ist, da ich ja auch an einem Montag geboren wurde. Ein sehr relevanter Aspekt in Afrika! Deshalb heiße ich hier ja auch in Abhängigkeit des Wochentages, an dem ich geboren wurde, Kojo. Aja, danke Teddy, du kleiner Besserwisser! Wenn ich dich nicht hätte... Ich muß dann ja auch noch zum Frühstück...


Die Syrer aus dem Hotel waren sehr cool und freundlich. Ich freue mich irgendwie auch schon auf den Nahen Osten, wenn ich denn die Rücktour so machen werde, wie ich es geplant habe. Ich glaube, Syrien ist ein ziemlich cooles Land, mal schau'n. Aber die Syrer wussten natürlich nicht, dass ich Geburtstach habe. Obwohl sie es hätten wissen können. Es gibt hier zwar keine nervigen Polizei-Kontrollen mehr, dafür darf ich in jeder Unterkunft, in die ich einchecke, von neuem ein separates Fiche-Formular ausfüllen und nach mal in aller Ausführlichkeit berichten, wie meine Mama und mein Papa heißen...


Die Mieze hatte sich an mich erinnert und nachdem sie ihre Gecko-Jagd erfolglos abbrechen musste, ließ sie sich mit ein paar Leckerlis von meinem Frühstück aushalten. Manchmal muß man sich seine Geburtstagsgäste eben hart verdienen... Ich war aber natürlich dankbar für diese weitere Gelegenheit, der sagenumwobenen afrikanischen Großkatze nahe zu sein, und mein Repertoire an Dokumentationsmaterialen zu erweitern. Bislang komme ich mit den Raubtieren auf dem schwarzen Kontinent eigentlich ganz gut zurecht, toi toi toi...





Dann noch Telefonate mit Nina und Mama, und dann ging's los nach Quaga. Ich habe mich schon ziemlich Geburstags-mässig gefühlt, in erster Linie faul. Heute wollte ich mal fünfe gerade sein lassen und mich möglichst wenig anstrengen.



Ganz so extrem locker geht's dann aber leider doch nicht. Ich hätte mir mal lieber die Viertelstunde Zeit nehmen sollen, meinen Helm zu reparieren oder mir eine Lösung für den mittlerweile losen Sonnenschutz einfallen zu lassen. Eine Schraube hatte sich irgendwie am Vortag gelöst und war rausgefallen. Ich konnte sie im Zimmer nicht finden und habe mir überlegt, dass ich das in Quaga reparieren würde. Hatte schon ein ungutes Gefühl, weil der Sonnenschutz nur noch an zwei Schrauben am Helm hing und teilweise ziemlich flatterte. Na ja, ich bin dann auch nicht weit gekommen. Bei einem Blick in die schöne Landschaft nach links brach das Teil im Fahrtwind weg und ich sah es im Rückspiegel über den Asphalt purzeln. Damn. Ein anderer Moppedfahrer half mir dann beim Suchen und ich fand das Teil. Es war unbeschädigt, aber jetzt sind alle drei Befestigungsschrauben rausgebrochen und ich habe ein Problem, da auch das Visier durch den Sonnenschutz festgehalten wurde. Na ja, ich konnte schon noch problemlos fahren, muss mir jetzt aber was überlegen und den Helm reparieren...


Wieder so ein Aha-Moment. In der Ruhe liegt die Kraft, gel? Es bringt nur Minuspunkte, wenn ich nachlässig oder schlampig agiere. Das Problem mit dem Helm habe ich mir 100% selbst eingebrockt dadurch, dass ich zu faul war, wenigstens ein bissel Gaffer-Tape in Ouahigouya rüber zu kleben...

Auch mein Speed auf den Straßen in Afrika ist nicht so optimal. Ich glaube, ich bin da auch etwas zu optimistisch, will nicht sagen leichtsinnig... Am Sonntag hatte ich da noch zwei Situationen, die durchaus etwas böser hätten enden können. Ein einheimischer Moppedfahrer, den ich mit einem ordentlichen Geschwindigkeitsüberschuss überholt hab, wollte - während ich ihn überholte - schnell mal einem Schlagloch ausweichen und ist mir dabei unbehaglich nahe gekommen. Ich hatte entgegen meinem Vorsatz diesmal nicht gehupt und auf mich aufmerksam gemacht. Fehler! Und dann das ganze Viehzeugs! Wenn es eine Gefahr gibt, die ich als am höchsten einschätze auf den afrikanischen Straßen, dann ist es die, mit irgendeinem lieben Viech zusammen zu stoßen und dabei das Bike zu schrotten. Es ist einfach mal eine Menge unterwegs. Hunde, Ziegen, Esel, ein paar Kamele, Schafe, mittlerweile auch mal ein paar Schweinchen und Kühe. Letztere sind eigentlich nicht so problematisch, da sie sich ziemlich langsam bewegen und sich im Gegensatz zu den Ziegen beispielsweise relativ 'deterministisch' bewegen. Ich weiß immer einigermaßen, was sie als nächstes tun werden. Aber sicher kann man sich da natürlich auch nicht sein. Auf meinem Weg durch's Dogon Gebiet am Sonntag hatte sich so ein fetter Bulle einfach mal 'undeterministisch' verhalten und ist kurz vor mir zu einem Kuh-Galopp über die Fahrbahn gestartet. Junge, Junge. Das war nicht ohne, diese Situation. Ich war nicht langsam unterwegs, konnte aber einen Schlenker nach links machen, in seine Laufrichtung. Und es machte "bupp". Das Hörnchen des Bullen hatte meinen rechten Spiegel touchiert. Oh Mann, das war reines Glück. Vielleicht hatte der Bulle auch im letzten Moment ein bisschen Speed aus seinem Galopp rausgenommen oder ihm ist einfach die Puste ausgegangen. Keine Ahnung. Aber die Vorstellung, gegen eine Kuh zu fahren und sich dabei zu verletzen und/oder das Bike kaputt zu machen, ist irgendwie überhaupt und cool, auch wenn der Gedanke eine gewisse Ironie in sich trägt. Aber das ist mit Sicherheit nicht die Art und Weise, wie ich meinen Afrika-Trip beenden möchte. Also besser aufpassen in Zukunft, Keule!

Okay, Situation überstanden, jetzt heißt es, die richtigen Konsequenzen draus zu ziehen... Die Fahrt nach Quaga am Montag verlief dann relativ unspektakulär. 180 Kilometer, davon das meiste eine Maut-Strecke. Im Gegensatz zu Mali musste ich hier jedoch an den Maut-Stationen jeweils einen kleinen Obulus abdrücken. Das Geld hat mich nicht gestört, aber ich wäre lieber durchgefahren. Alle paar Kilometer anhalten, Handschuhe ausziehen, Brieftasche öffnen, so eine kleine Münze raussuchen, Quittung einstecken und weiterfahren - das hat irgendwie genervt. Ich wollte einfach nur flott nach Quaga in mein Hotel und anlässlich meines Geburtstages mal so richtig schön chillen.

Wegen des Problems mit dem Helm bin ich die ganze Zeit mit geschlossenem Visier gefahren. Auch ziemlich blöd. Ich hatte mir angewöhnt in den letzten Tagen, immer mal zu wechseln. Mal Visier auf, mal Visier zu. In beiden Fällen ist es aufgrund der Hitze ziemlich unangenehm. Wenn das Visier zu ist, staut sich die Hitze und es brennt unangenehm auf dem Gesicht. Öffne ich das Visier, ist es auch nicht viel besser - nur anders. Es fühlt sich an wie ein Heißluft-Fön auf höchster Stufe. Die heiße Luft bläst mir in's Gesicht als gäbe es kein Morgen mehr. Trotz zusätzlicher Sonnenbrille, die ich trage, geht es nach einer Weile mächtig auf die Augen und ich schließe das Visier wieder - für eine Weile. Ich habe ja auch noch eine richtige Motorradbrille dabei, so in der Art einer Skibrille. Die habe ich aber bislang kein einziges Mal benutzt und werde es wahrscheinlich auch nicht tun. Weiß nicht, warum man solche Teile überhaupt einsetzt. Gerade wenn ich irgendwelche Brummis überhole oder sie mir entgegen kommen, lobe ich mir, dass ich einen geschlossenen Helm habe. Denn meist ziehen die Brummis eine mächtige Staub- und Dreckwolke hinter sich her und das zwiebelt ganz schön ordentlich, wenn man da durchrauscht. Also beim Überholen und bei entgegen kommenden Verkehr immer Visier zu!

Nach zwei Stunden war ich dann mal endlich in Quaga und es war zu spüren, dass das hier die Hauptstadt war. Ganz schön was los auf den Straßen.


Während die Vororte noch typisch afrikanisch, will sagen chaotisch und wuselig, wirken, war ich von der Innenstadt echt überrascht. Wirkte sehr aufgeräumt und irgendwie modern. Es gab massenweise ziemlich annehmbar aussehende Hotels, und auch die ganze Infrastruktur wirkte irgendwie nicht so, als wäre ich in einem der ärmsten Länder der Welt. Hier kann man es durchaus aushalten, auch mal für ein paar Tage länger. Eine Aussage, die ich definitiv nicht für jede afrikanische Großstadt unterschreiben würde...

Angekommen in Quaga, erledige ich noch die notwendigen Sachen. Telefonkarte aufladen, Cash ziehen, Tanken, was zu Trinken besorgen und die Maschine waschen lassen. Sie sah schon wieder aus wie durch den Schlamm gezogen. An meinem Geburtstag soll alles schick sein, vor allem auch meine schwarze Prinzessin! Der Typ an der Waschanlage arbeitet schnell und gut, zockt mich danach aber ab. Ich bin sowieso schon ein bisschen übellaunig, aber der Typ geht mir echt auf die Nerven. Er scheint auch noch zu denken, dass das alles sehr witzig sei, als er mir irgendwelche utopischen Euro-Preise für seinen Service nennt. Ich zahle schließlich das doppelte des normalen Preises für die Wäsche in lokaler Währung und verpisse mich. Er will auch noch meine Adresse in Deutschland haben, damit er mit mir ihn Kontakt treten könne. Hat der sie nicht mehr alle? Kann zufrieden sein, dass ich ihm keine reingelangt habe für diese Frechheit. Idiot.

Well, die Suche nach meiner Oase, dem OK Inn, gestaltet sich erwartungsgemäss komplex. Ich habe keine Ahnung, wo das Teil ist und muss dementsprechend oft fragen. Sicher so 10-15 mal halte ich am Straßenrand, komme aber meinem Ziel Stückchen für Stückchen näher. Nach 45 Minuten oder so und mit Hilfe eines Taxifahrers, der mich bis quasi vor dem Eingang begleitet, finde ich den Laden endlich. Ganz schön abgelegen, an der Ausschilderung kann man sicherlich noch arbeiten! Aber ich merke gleich, dass ich hier richtig bin. Die Location sieht sehr chillig aus, vielleicht ein bisschen zu 'upmarket', aber ejal, is ja Jeburtstach!

Also rein inne jute Stube, wieder diesen blöden Fiche ausfüllen, ab in's Zimmer Sachen ablegen, Badehose an und dann ab zum Pool. Plumps, rein in's kühle Nass. Brrrr, kühl wäre schön. Ist scheißwarm, aber dafür nass und ein bisschen Abkühlung schafft es auch so. Herrlich, ich bin angekommen: Welt, lass dich umarmen!





Irgendwie packt mich aber doch die innere Unruhe und mir gelingt es nicht so recht, wirklich zu entspannen. Noch hatte ich mich nicht entschieden, ob ich am Dienstag gleich weiterfahren würde nach Niger, oder ob ich noch eine weitere Nacht im OK Inn bleiben würde. Es gab noch ganz schön was zu erledigen, am Mopped, ich musste auch mal wieder dringend Wäsche waschen und solches Zeugs. Meine alte Batterie, die ich noch mit mir herum schleppte, verschenkte ich an einen Typen von der Hotel Security. Der hat sich gefreut und wird wahrscheinlich noch etwas intensiver auf mein Mopped aufpassen... Und das WiFi funktionierte fantastisch und hat mich für zig Stunden in seinen Bann gezogen. Während ich so im Internet unterwegs war, verflogen die Stunden und ich bekam gar nicht mit, dass ich meinen Geburtstag mehr oder weniger 'versurfte'.


Ich musste mich dann mehr oder weniger zwingen, aufzuhören und endlich mal was zu essen zu bestellen, es war schon acht oder halb neun. Nochmal mit Nina telefoniert, die auch ziemlich traurig war, dass ich sie scheinbar 'vergessen' hatte. Aber dann wurde noch alles gut und ich hatte meine Geburtstagsparty. Die Leute im Restaurant dachten bestimmt, ich habe eine Vollklatsche, aber so oft komme ich nun auch wieder nicht nach Quagadougou, so dass ich getrost darauf pfeiffen kann, was die hier ja von mir denken. Also die Teddies aus dem Zimmer geholt und am Restauranttisch platziert. Schließlich waren sie heute meine einzigen beiden 'realen' Geburtstagsgäste. Dann noch Nina über Skype mit der Webcam hinzu geholt. Gott sei Dank war die Internet Connection echt toll. Sigi hat sich dann über die Webcam auch noch ab und zu blicken lassen. Fantastisch! Die janze Familie komplett.


 Ich habe mich das erste Mal heute so richtig wohl und zufrieden gefühlt. Endlich habe ich mal wieder Nina gesehen, weiß gar nicht, warum wir das mit der Webcam nicht schon früher ausprobiert hatten, wahrscheinlich waren die Connections bislang einfach zu lahm. Aber das hier heute funktionierte prächtig. Während ich mit meiner ultracoolen Fischerhose schmatzend meine Spagehtti in mich hinein stopfte und mit Nina redete und lachte, saßen die Teddies artig am Tisch und betrachteten den ganzen Troubel. Die Kellner dachten wahrscheinlich, dass ich einer dieser total durchgeknallten Obrunis bin, die die afrikanische Sonne einfach nicht vertragen haben. Aber es war ein toller Abend. Danke, Süße! Bei der Gelegenheit bekam ich dann auch mein Geburtstagsgeschenk, eine wunderschöne Collage von und mit Nina. Maup! Sie hatte eigentlich geplant, dass das Hotelpersonal mir einen Ausdruck macht und quasi als Überrraschungsaktion zum Geburtstag überreicht. Aber okay, das war leider etwas zu viel erwartet von den hiesigen Service Leveln... Aber ich hatte es ja jetzt bekommen - und mich riesig gefreut.



Zum krönenden Abschluss gab's sogar noch ein lecker Dessert, Mousse au Chocolat. Sah zwar aus wie eine Schüssel mit Altöl (hat mich stark an die finale Twin Peaks Episode erinnert, wo Agent Dale Cooper in der schwarzen Hütte diesen komischen Öl-Kaffee verkippt), hat aber ganz annehmbar geschmeckt. Dieses Hotel hatte wirklich eine Menge zu bieten, yummie ;-)


Ich werde jetzt noch eine weitere Nacht bleiben, bevor ich am Mittwoch in Richtung Niger weiter fahre. Es müsste sich eigentlich ausgehen, im Laufe des Mittwochs bis Niamey, der Hauptstadt Nigers, zu kommen. Das ist dann Land Nummer zehn und das letzte vor dem etwas komplizierten Nigeria. Aus Nigeria kenne ihc ja noch einen alten Studien-Kumpel aus meinen Zeiten im Wohnheim in Berlin-Eichkamp. Ich habe einmal ein bisschen im Web recherchiert und sogar eine Email-Adresse von Collins gefunden. Das wäre echt der Hammer, wenn es der Zufall so will, dass wir uns vielleicht sogar sehen in Nigeria. Aber ich denke mal, die Wahrscheinlichkeit geht gegen Null. Es sieht so aus, dass er immer noch in Deutschland ist. Promoviert 2005 in Potsdam, offenbar macht er da irgendwelche Forschungsprojekte...

Heute, am Dienstag, nutze ich die Zeit und werde mal ein paar Sachen am Mopped überprüfen bzw. reparieren. Die Wäsche ist schon gewaschen, yeah! Das ist immer meine absolute Lieblingsaufgabe....

Übrigens wartet morgen mit Niger ein weiteres Land auf mich, dass dem HDI (Human Development Index) zufolge zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt gehört. Im Falle von Niger kann man sogar präzisieren: es ist das Schlusslicht. Ist schon krass, wenn man mal das Tabellenende anschaut. Bis auf ganz wenige Ausnahmen finden sich dort fast ausschließlich afrikanische Länder, insbesondere die aus Westafrika...


Mein persönlicher Eindruck von West-Afrika ist jedoch bislang durchaus recht positiv. Von der Freundlichkeit der Leute rede ich da schon gar nicht. Entgegen meinen vorherigen Informationen sind die Straßen bislang bis auf ganz wenige Ausnahmen absolut okay, es gibt in fast jeder größeren Stadt funktionierende Geldautomaten (ATMs), die Handynetze sind okay, es gibt durchaus öfters mal Internet (WiFi). Auch bleifreier Sprit ist kein großes Problem. Bis auf Mauretanien habe ich bislang in jedem Land bleifreien Sprit gefunden. Die Polizei und die Grenzbeamten sind weitestgehend freundlich und müssen nicht 'geschmiert' werden. Die Temperaturen halten sich im annehmbaren Rahmen, die große Hitzehölle ist ausgeblieben. Die Unterkünfte sind größteils absolut akzeptabel, teilweise erreichen sie auch europäischen Standard. Und mit meiner kleinen Portion Französisch im Gepäck lässt es sich auch ganz formidabel kommunizieren, vorausgesetzt der Gegenüber spricht Französisch, ein Umstand, der nicht so normal ist, wie ich es vorher angenommen hatte... Also als kurzes Zwischenfazit an dieser Stelle: alles nicht so wild, ne?

Ach ja, dit hier hab ich gestern per Mail von Ralfsen bekommen. Hatte das Teil früher schon mal gesehen, ist ganz witzig:

Diese Fragen über Südafrika wurden auf einer südafrikanischen Tourismuswebseite gestellt und vom Webmaster der Seite beantwortet. Dieser hatte offensichtlich richtig gute Laune!

F: Werde ich in den Straßen Elefanten sehen? (Frage aus den USA)
A: Hängt davon ab, wie viel Alkohol Sie trinken.

F: Ist es sicher, in den Büschen in Südafrika herumzulaufen?(Schweden)
A: Hm - es ist also wahr, was man über die Schweden sagt!?

F: Wie läuft die Zeit in Südafrika? (USA)
A: Rückwärts. Bleiben Sie nicht zu lange, sonst sind Sie zu klein, um allein wieder zurückzufliegen.

F: Gibt es ATMs (Geldautomaten) in Südafrika? Und können Sie mir bitte eine Liste von diesen in Johan-nesburg, Kapstadt, Knysna und Jeffrey's Bay schicken? (GB)
A: An was ist Ihr letzter Sklave gestorben?

F: Können Sie mir Informationen über Koalabärenrennen in Südafrika schicken (USA)
A: Aus-tra-li-en ist die große Insel in der Mitte des Pazifiks. Af-ri-ka ist der große dreieckige Kontinent südlich von Europa, wo es keine... ach, vergessen Sie's. Sicher, Koalabärenrennen finden jeden Diens-tagabend in Hillbrow statt. Kommen Sie nackt.

F: Welche Richtung ist Norden in Südafrika? (USA)
A: Sehen Sie nach Süden und drehen Sie sich dann um 180 Grad.

F: Kann ich Besteck in Südafrika einführen? (UK)
A: Wieso? Nehmen Sie doch die Finger, genau wie wir.

F: Gibt es Parfum in Südafrika? (Frankreich)
A: Nein, brauchen wir nicht. WIR stinken nicht!

F: Können Sie mir die Regionen in Südafrika nennen, wo es weniger Frauen gibt als Männer? (Italien)
A: Ja, in Nachtclubs für Schwule.

F: Feiern Sie Weihnachten in Südafrika? (Frankreich)
A: Gelegentlich - das heißt ungefähr einmal im Jahr.

F: Gibt es die Beulenpest in Südafrika? (Deutschland)
A: Nein. Aber bringen Sie sie doch mit!

F: Werde ich dort Englisch sprechen können? (USA)
A: Sicher - wenn Sie diese Sprache beherrschen, können Sie sie auch dort sprechen.

F: Bitte schicken Sie mir eine Liste mit Krankenhäusern, die ein Serum gegen Klapperschlangenbisse besitzen. (USA)
A: Klapperschlangen gibt es nur in A-me-ri-ka, wo Sie herkommen. In Südafrika gibt es nur vollkommen harmlose Schlangen - diese können sicher gehandhabt werden und eignen sich hervorragend als Spiel-kameraden für Hamster und andere Haustiere.

F: Gibt es Supermärkte in Kapstadt, und gibt es das ganze Jahr über Milch? (Deutschland)
A: Nein, wir sind eine Nation von streng veganischen Beerensammlern. Milch ist bei uns illegal.

F: Regnet es eigentlich in Südafrika? Ich habe im Fernsehen noch nie gesehen, dass es regnet. Wie wachsen dort dann die Pflanzen? (UK)
A: Wir importieren alle Pflanzen voll ausgewachsen und buddeln sie hier ein. Dann schauen wir zu, wie sie langsam eingehen

Montag, 3. Mai 2010

The Sound of Afrique - Mali got the Blues!

Well, der Mali-Blues, auch als Desert-Blues bekannt. Ich hatte jetzt Mali als Musikhochburg überhaupt nicht auf der Rechnung, dachte da eher an Ghana und Senegal als afrikanische Musikzentren. Aber in Mali geht ganz schön die Post ab, was die Mucke angeht. Hab in dem Restaurant in Sévaré am Samstagabend das erste mal bewusst malinesische Mucke gehört, und es ist jut! Habib (Koité) ist offenbar der größte Held der Musikszene hier. Obwohl sich die ethnischen Konflikte in Mali in Grenzen halten, gibt es mit den Tuaregs im Norden schon hin und wieder mal Auseinandersetzungen. Habib vermittelt in seiner Mucke den Geist "wir sind ein Land" und versucht, diese Unterschiede mit seiner Musik zu überbrücken.

Zusammen mit seiner Band Bamada sowie der Toureg-Gruppe Tartit und Afel Bocoum's Band Alkibar (sic!) featured er auch Michel Jaffrenou's 2006er Kinofilm "Desert Blues". Hab ich noch nicht gesehen, werde ich aber sicher bei Gelegenheit nachholen. 


Habib Koité - Fatma

Tag 35 - Wie heißt die Hauptstadt von Burkina Faso?

So oder so ähnlich lautet ja eine Standardfrage der Nerds, mit der man eindeutig feststellen kann, ob sich jemand in Geographie auskennt oder nicht. Na ja, Quagadougou ist die Antwort und ja, ich hätte es auch gewusst, wenn ich nicht auf meiner Reise durch Burkina Faso gekommen wäre. Komisch, aber Quagadougou war mir schon als kleines Kind ein Begriff. Klingt einfach so abgefahren und ziemlich 'real' afrikanisch, oder?

Am Samstag, dem Tag der Arbeit (gääähn...), war ich ja noch in Ségou, also Zentral-/Südmali, nach meiner Batterieaustausch-Aktion am Tag zuvor. Im Hotel Independance gab's mal wieder WiFi und so habe ich noch am Samstagmorgen einiges online gestellt, was mich aber aufgrund der langsamen Internet-Verbindung ganz schön genervt hat. Ich bin dann auch mal wieder erst am Nachmittag losgekommen, aber für den Tag stand nur eine 'kurze' Etappe nach Mopti bzw. Sévaré auf dem Programm. Dort wollte ich mich mit den beiden Schwyzern, Roland und Denise, wieder treffen und noch eine Nacht übernachten, bevor es weiter über die Grenze nach Burkina gehen sollte.

Im Hotel Independance in Ségou war ja nicht so elend viel los, die paar Leute, die aber da waren, schienen an irgendeinem Kongress teilzunehmen bzw. teilgenommen zu haben. Irgendeine Hilfsorganisation (US Aid) schien da mit drin involviert zu sein.



Ich wollte gerade los, als die Meute aus dem Sitzungssaal raus kam, und dann gab's natürlich erst mal einiges an Smalltalk und Fotos zu machen...

Well, während der Reise und auch schon davor habe ich mir des öfteren Gedanken über die Frage gemacht, warum es eigentlich Afrika so 'beschissen' geht, auch ca. 50 Jahre nach der Entlassung in die Unabhängigkeit von ihren ehemaligen 'Kolonialherren'. Wir hatten dann auch an diesem Abend in Sévaré mit Roland und Denise ausführlich darüber diskutiert. Ich denke, dass es - wie so oft - eine ziemlich komplexe Geschichte ist. Alles auf die Europäer abzuwälzen wäre wahrscheinlich zu einfach. Es aber nur auf die afrikanische Mentalität und die durchaus vorhandene Chillout-Kultur (Lassez-faire) zu schieben, trifft's meiner Meinung nach auch nicht. Es kommen einige Gründe zusammen, aber ich sehe definitiv die Europäer noch sehr stark in der Verantwortung, dabei zu helfen, die Scheiße, die sie vor gar nicht allzu langer Zeit verzapft haben, wieder gerade zu biegen, sofern das überhaupt möglich ist.

Was mich dabei zunehmend aufregt, ist die Kultur der unzählig vielen Hilfsorganisationen und NGO's, die auf dem afrikanischen Kontinent tätig sind. Keine Ahnung, ich kenne auch nicht jede einzelne, und es gibt sicher auch aufrechte, integre Vereine, die mit aller Kraft versuchen, etwas zu erreichen. Daneben gibt es aber definitiv auch eine ganze Menge dieser Organisationen, die einfach um ihrer selbst Willen existieren. Ich hatte schon in Ghana eine ziemliche Wut im Bauch, als ich Mitarbeiter der Hilfsorganisationen in ultramodernen 4x4 Jeeps durch den Busch cruisen gesehen habe, während sich die Bevölkerung (und die Rucksack-Touristen) in den ultra-gefährlichen Trotros zusammen quetscht oder zu Fuß, auf'm Esel oder sonstwie durch die Lande reist. Das Bild, was sich da bei mir gebildet hat, war das eines gut versorgten 'Beamten', der in seinem klimatisierten Büro einen 'leichten' Job erledigt, dabei noch einen oder mehrere einheimische Assistenten zur Seite gestellt bekommt, die die eigentliche Arbeit machen, sollte es denn welche geben, und wenn Feierabend ist, well, dann is eben Feierabend. Ich halte das oft für alles andere als heldenhaft, was die Jungs und Mädels da abziehen. Und das natürlich komplett auf Basis öffentlicher oder Spendengelder. Das ist eine derart große Maschinerie, die sich da im Laufe der letzten Jahrzehnte aufgebaut hat, dass mittlerweile sicherlich eine riesige Anzahl von Leuten gerade von dieser Maschinerie leben. Und sich dabei gut 'eingerichtet' haben. Und sie haben mit Sicherheit kein inhärentes Interesse daran, an diesem Status Quo, d.h. an den bestehenden Geldflüssen etwas zu ändern. Eine große Scheiße ist das. Ich meine, das Konzept der Entwicklungshilfe hat einfach mal versagt. Den afrikanischen Ländern geht es trotz dieser Geldflüsse einfach mal beschissen, und ich glaube mittlerweile, dass diese Geldflüsse mehr Schaden anrichten, als dass sie Nutzen bringen. Für die Einheimischen ist es das falsche Signal ("Hilfe kommt immer von außen..."), die NGOs und Hilfsorganisationen sitzen als Nutznießer zwischen den Geldgebern und den Geldempfängern und darüber hinaus gibt es noch zig Leute an den Schalthebeln der jeweiligen Empfängerländer, die Mittel und Güter zum eigenen Vorteil abzweigen. Ich weiß nicht, ob's stimmt, könnte es mir aber gut vorstellen, dass nach den Riesen-Spendenaktionen im Rahmen der Live Aid Geschichte in den 80ern mehr Kohle für Waffen als für Lebensmittel investiert wurde. Einfach krank. Meiner Meinung nach benötigt Afrika dieses Scheiß-System nicht, allenfalls Hilfe zur Selbsthilfe, Beratung, Knowledge Transfer und so weiter. Und natürlich mal ein wirklich faires Weltwirtschaftssystem, in dem die afrikanischen Länder auch tatsächlich eine echte Chance haben. Aber dazu müsste die G8 ganz schön ihren Arsch bewegen und eigene Interessen preisgeben. Und das ist dann wahrscheinlich doch etwas viel verlangt, zu mal es sich mit dem aktuellen Status Quo doch auch hervorragend leben lässt (zumindest im Westen, gel?).

Na ja, man macht sich da so seine Gedanken, aber zurück zum Thema. Ab nach Sévaré sollte es gehen. Bevor es losgehen konnte, nochmal mein Bike angekiekt. Macht wirklich eine gute Figur, wenn ich es mit den 125er Yamaha und China-Moppeds vergleiche, die hier ansonsten verbreitet sind. Stolz, yummie!


Von Ségou ging's dann endlich los und ich bin zum vierten Mal in Tonah gewesen, bei meinen Kumpels, die mir so fein mit der Batterie geholfen hatten. Dabei nochmal den Bani überquert, einen Ableger des Niger. Hinter der Brücke bei Pont Bani (oder so) hatte ich vor ein paar Tagen die Schweizer kennen gelernt. Dann weiter nach Bla, einer größeren Siedlung zwischen Ségou und San, nicht zu verwechseln mit Blubba oder Kladderadatsch.

Angekommen in San hätte ich die Möglichkeit gehabt, den direkten Weg nach Burkina Faso zu fahren, d.h. auf der Hauptstaße in Richtung Süden in die burkinische Stadt Bobo-Dioulasso. Aber ich hatte mich ja für die etwas schwierigere und weitere, dafür aber landschaftlich und kulturell tollere Gegend über Mopti und das Dogon-Gebiet entschieden. Nach San habe ich noch mal eine kleine Pause eingelegt. Kippe rauchen, was trinken. Das ganze schön im Schatten eines dieser megafetten Brummer-Bäume. Leider bin ich auch ein botanischer Analphabet und hab keine Ahnung, wie die Dinger heißen. Ich finde sie aber auf jeden Fall sehr imposant, und diese Bäumchen erinnern mich immer irgendwie an den Film "Avatar", wo ein ganzes Volk auf einem, zugegebenermaßen noch etwas größeren Bäumchen, gelebt hat. Dufte.




Auf der weiteren Fahrt Richtung Norden nach Mopti/Sévaré ging's zwangläufig durch eine ganze Menge Dörfer. Ich finde Mali echt ein cooles Land. Landschaftlich abwechslungsreicher als ich es mir vorgestellt hatte. Und die Leute sind wirklich mal richtig freundlich. Klar, die Städte muss man da immer etwas gesondert betrachten, da gibt's immer auch eine ganze Menge Idioten, aber entscheidend ist für mich auf'm Platz, ich mein auf'm Lande, gel? Ich finde auch die Farbvielfalt bei den Klamotten geil, d.h. in erster Linie bei den Frauen (die Kerle tragen - wie ich - bevorzugt Fußball-Trikots...). Es ist einfach optisch 'ne Wucht, was man da so zu sehen bekommt. Nicht reich und pompös, aber einfach schön.



Ich dachte eigentlich, ich müsste durch Mopti durch, um nach Sévaré zu kommen. Ich hatte im Laufe des Tages eine SMS von Roland und Denise bekommen, und sie meinten in der Mankan Te Herberge (in Sévaré) untergekommen zu sein. Ca. 15 Kilometer vor Mopti war mir dann so, als hätte ich sowas ähnliches im Rückspiegel gesehen. Also umgedreht und tatsächlich, da ist diese Herberge. Und wie ich später herausfinden sollte, war ich bereits auch bereits in Sévaré.Coole Sache, kurz abgecheckt, ob der Toyata der beiden irgendwo zu sehen war. War er! Na nix wie rein inne gute Stube!


Der Laden wird von einer Deutschen, die seit 17 Jahren in Mali lebt, betrieben. Sie ist schon ein paar Tage älter, ganz nett eigentlich, aber auch ein bissel komisch. Wird man wahrscheinlich auch, wenn man so lange dieser intensiven Sonnenstrahlung ausgesetzt ist ;-) Na ja, das WiFi haben wir nicht zum laufen bekommen. Dafür war das Zimmer okay und die Herberge hatte das besondere Feature einer kleinen aber feinen Schildkröten-Farm. Scheint hier durchaus verbreitet zu sein. Auch in der nächsten Herberge in Burkina hatte ich dann wieder Schildkröten als Haustiere gesehen. Die geben ja auch eine prima Mahlzeit ab, wenn gleich sie nicht so schnell nachwachsen, hmm...



Die Großtante von Fräulein Flauschig war auch da, hatte allerdings heute nicht so viel Lust auf Besuch und hat sich deshalb in ihre Gemächer zurück gezogen...


Mit Roland und Denise habe ich mich super verstanden. Sie sind echt ein nettes Pärchen und eine angenehme Gesellschaft. Wir hatten eine Menge zu besprechen, natürlich die Erlebnisse der letzten Tage, die Reiserouten, den Zustand des deutschen und schweizerischen Fußballs und auch insbesondere den Zustand Afrikas in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Sie interessieren sich auch für den Blick hinter die Fassade, und es war wirklich cool, mit ihnen zu plaudern. Zum Abendessen sind wir in's nahegelegene Restaurant gegangen, welches auch mehr oder weniger zum Hotel gehört. Das war echt ein cooles Erlebnis. Das Essen war okay, aber danach spielte eine einheimische Band auf. Und diesmal nicht nur mit ein paar Hand-Trommeln, was ich ein bisschen öde finde, sondern mit kompletter Besetzung. Trommeln, Percussion, Gitarre, Gesang, Tanz. Und wie mir Roland beibrachte, handelte es sich hierbei um den Mali-Blues. Es gibt sogar die These, dass der amerikanische Blues von malinesischen Sklaven quasi importiert wurde. Krass, ne? Der Sound hier war auf jeden Fall geil. Es hat mich total an den geilen Blues-Film "Black Snake Moan" erinnert, den ich vor kurzem gesehen hatte. Da hatte Morgan Freeman einen alternenden Blues-Gitarristen gespielt, ebenfalls sehr cooler Soundtrack. Und die Location hier war keine Touristenfalle, sondern wurde im Laufe des Abends immer besser frequentiert durch Einheimische. Die haben sich fein rausgeputzt, schließlich war ja Samstagabend. Und am Samstagabend wird in Mali Musik gemacht und getanzt. Eigentlich eine geile Gelegenheit, mal 'richtig' Party zu machen und zu der geilen Musik zu tanzen. Aber dafür war ich dann doch einerseits zu müde, andererseits zu verklemmt. Die große europäische Krankheit, Angst davor zu haben, was eigentlich total natürlich ist und Spaß macht: sich zum Beat zu bewegen. Man sagt ja immer so schön, die Schwarzen haben den Beat im Blut. Mag sein. Aber ich glaube, dass Musik in Afrika einfach eine größere Rolle spielt und die Kinder mit der omnipräsenten Beschallung aufwachsen und dann das tun, was man einfach mal tut, wenn's Mucke gibt: tanzen.

Well, ich beschloss, mir von Roland ein paar malinesische und sonstige afrikanische Sounds auf meinen Laptop kopieren zu lassen. Das hat leider nicht ganz so geklappt (dank der glorreichen Apple-Technologie, iPod, ich hab' dir gar nich lieb!), aber zumindest habe ich jetzt eine Liste von Bands, die ich mal auf Youtube auschecken kann.

Auch am nächsten Morgen stand noch mal eine längere Schnackerei mit den beiden Schweizern auf dem Programm. Endlich hatte ich auch mal wieder anständigen Kaffee bekommen, dank Denise. Die Malinesen meinen es sonst irgendwie immer zu gut. Das Zeug, was sie Kaffee nennen, ist einfach mal ultrabitter und gleicht eher Klosterfrau Melissengeist als einem schönen Käffchen...



Da die beiden auch sehr gut vorbereitet in ihre Afrika-Reise gegangen sind, konnte ich wieder mal einiges an Tipps bzgl. künftiger Route und möglicher Unterkünfte bekommen. Die beiden haben ihre Jobs in der Schweiz aufgegeben, die Wohnung gekündigt und sind jetzt so lange unterwegs, wie die Finanzen reichen, auf jeden Fall aber ein Jahr. Coole Sache. Hier eine mögliche Route durch Zentralafrika und die Unterkünfte im Kongo und Angola.


Ich werde allerdings durch Nigeria eine andere Route nehmen (über Katsina, Kano und Maidaguri), im Norden statt die zentrale Route. Aber auch die zentrale Route über Abuja dürfte relativ okay und sicher sein...


Das 'Hotelwesen' da unten scheint einen sehr starken katholischen Background zu haben ;-) Also jeden Tag inner katholischen Mission zu übernachten, fände ich jetzt im Urlaub ein bissel zuviel verlangt, aber mal schau'n, es gibt ja vielleicht noch andere Locations oder eben Bushcamp-Möglichkeiten...


Roland hatte coolerweise auch noch ein Spannungsmessgerät dabei. Damit konnten wir gleich mal schauen, wie es meiner neuen Batterie, die seit ihrem Einbau keinerlei Probleme bereitet hatte, tatsächlich ergeht. Ich hatte ja ein mulmiges Gefühl im Bauch, dass eventuell die Lichtmaschine eine Macke weg hat, und die Batterie nicht mehr vernünftig nachgeladen wird. Der Verdacht hat sich aber nicht bestätigt, mit laufenden Motor gibt's ne deutlich höhere Spannung an der Batterie als im 'Offline'-Modus. Alles dufte, puh!

Ich telefoniere mit Nina und erfahre, dass Bayern praktisch Meister ist. Schalke hat's zu Hause gegen Werder vergeigt und muss sich die Meisterschaft (mal wieder) abschminken. Irgendwie bin ich überhaupt nicht traurig. Nur noch ein bisschen sauer, dass es nicht geklappt hatte gestern mit dem WiFi hier im Hotel. War ja nur eine Frage des Passwords, von dem die ältere Dame felsenfest überzeugt war, es sei das richtige. Hmm, "Network Security Mismatch" signalisiert was anderes. Argh!!

Wie es das Schicksal so will, bin ich auch am Sonntag nicht besonders früh losgekommen aus meiner Bleibe, um meine nächste Etappe anzutreten. Heute sollte es ja durch's Dogon Gebiet gehen in Richtung Burkina Faso. Ich hatte für mich beschlossen, dass ich durchfahren wollte bis Quagadougou, um dort in's OK Inn einzuchecken, einem Hotel, dessen (guter) Ruf bis weit über die Landesgrenzen hinaus geht. So ein schicker Swimming Pool, gutes WiFi und ein Treffpunkt für Overlander klangen sehr verlockend. Ich wusste, dass die Straße, die vor mir lag, nicht besonders gut war. Wie lange es jedoch schlechtere Straßen geben würde und wie schlecht sie jetzt genau sind, wusste ich natürlich nicht. Ich beschloss, die einfachste Route zu wählen und hatte dafür noch ein paar Tipps von der deutschen Hotelbetreiberin bekommen. Wenn es sich anbietet, würde ich an einem Dogon-Dorf halten und es mir anschauen. Ich würde aber nicht eine Tagestour auf einer Sandstraße auf mich nehmen...

Well, ein 'richtiges' Dogon-Dorf sollte ich heute auch nicht mehr zu Gesicht bekommen, aber ich war auch so geflashed von der malinesischen Landschaft und zufrieden mit dem visuellen Input für heute ;-) Von den Dogon-Dörfern hatte ich auch gehört, dass es teilweise ein bisschen anstrengend werden könnte, weil man für jeden Scheiß eine Gebühr zu zahlen hat, praktisch für jedes Foto, das man schießt. Die Omi vom Hotel meinte, das wär Quatsch, keine Ahnung.




Von Sévaré nach Bandiagara war die Straße geteert, in gutem Zustand wie bislang immer in Mali, 120er Reisegeschwindigkeit kein Problem. Kurz hinter Bandiagari veränderte sich dann das Bild. Von der Deutschen hatte ich die Empfehlung, nicht den direkten Weg nach Bankass zu wählen, sondern quasi die Umgehungsstraße. Das habe ich dann auch gemacht. Sie war anfangs noch geteert, mit einigem Split auf der Straße. Nach vielleicht 25 Kilometern verwandelte sich die Straße aber in eine Dirt Road. Das heißt, roter Sand. Nicht meine absolute Lieblingsstrecke, aber es ging. Ich konnte trotzdem ganz gut vorwärts kommen. Die andere Straße, d.h. der direkte Weg nach Bankass, war sicherlich um einiges schwieriger. Also okay, weiter hier. Zwischendurch verlor ich mal leicht die Orientierung, weil es mit der Beschilderung nicht so weit her war, aber ich nähere mich kontinuierlich Bankass, der nächsten Zwischenstation. Auf dem Weg dahin bin ich durch eine Menge kleiner, abgelegener Dörfer gekommen; wohl keine Dogons, die hier leben, aber trotzdem ziemlich beeindruckend.







Also, ich bin sicherlich nicht scharf darauf, mit meiner 450 Kilo Kuh und den Straßenreifen auf einer Sandpiste zu fahren. Es geht zwar, aber ich muss höllisch aufpassen, dass ich nicht wegrutsche. Außerdem gibt's auch oder vielleicht auch vor allem auf einer Sandpiste sehr viele unterschiedliche Untergründe. Mal sind's kleine Bodenwellen, dann wieder eine Sandgrube, dann Kieselsteine oder auch mal teilweise geteerte Flecken. Und jeder Bereich fährt sich halt komplett anders, und die Maschine ist anders zu handeln. Aber egal, auch wenn ich mich immer für eine Teerstraße entscheiden würde, falls ich die Wahl habe, sind diese roten Sandpisten schon der Hammer. Das ist Afrika! Das ist ein unglaublich geiles Gefühl, über diese breiten und sich bis zum Horizont erstreckenden, roten Pisten hinweg zu düsen und eine megamässige Staubwolke zu produzieren und im Rückspiegel zu beobachten. Dazu noch eine Prise Abendsonne oder Dämmerung am Nachmittag. Das ergibt eine wunderschöne rote Tönung. Eine geile Optik. Sehr flashig!

Auch nach Bankass änderte sich die Piste nicht, unverändert roter Sand. Ich musste weiter Richtung Grenze nach Koro, nochmal 30 Kilometer oder so. Das hier fühlte sich einfach mal richtig afrikanisch an. Sobald es Teerstraßen gibt, ist das Gefühl ein anderes. Die Sandpiste verleiht der Gegend hier ein noch gechillteres, abgelegeneres Ambiente.



Barack Obama ist in Afrika ein Popstar. Selbst hier im Nirgendwo. Glaube nicht, dass die Leute hier früher mit einem Konterfei von George W. rumgelaufen sind.


Mittlerweile, ich war bereits durch Koro durch, war die Maschine mal wieder so richtig schön mistig. Der aufgewirbelte Sand bedeckte die ganze Maschien inklusive der Koffer und meiner Klamotten. Eine ganz schön dreckige Angelegenheit. Ich würde meiner Maschine bald wieder eine Handwäsche gönnen, das war sicher. So kann ich mich hier einfach nicht präsentieren. Ohne Quatsch, aber die Leute hier achten tatsächlich darauf, ihre Fahrzeuge, insbesondere auch die Moppeds, sauber zu halten. Habe schon unzählige Leute ihre Moppeds waschen sehen anner Tanke oder am Straßenrand. Und ich selbst habe schon einige Stirnrunzler geerntet, als man meine verdreckte Karre in Augenschein nahm. Aber nö, das wäre mir egal, ist einfach nur ekelig, wenn der Dreck in jeder Ritze steckt. Also bei der nächsten Tanke saubermachen!



So, ich war ja mittlerweile in Koro, aber noch immer war keine Grenze in Sicht. Und die Straße war auch unverändert. Hmmm, ich hatte gehofft, dass die Grenze direkt bei Koro wäre und es ab dort auch wieder Teerstraße geben würde. Stattdessen verteilten sich die 'Grenzanlagen' von Mali und Burkina Faso über die nächsten 50 Kilometer und die Sandstraße würde bis zur ersten größeren Stadt in Burkina, Ouahigouya, verlaufen. Puh, damit sah's nicht mehr gut aus mit meinem Plan, heute noch bis Quaga(dougou) zu kommen. Auf dem roten Sand konnte ich teilweise mit 60-90 ganz gut voran kommen. Zum Ende hin wurde ich aber imer müder, und die Konzentration ließ nach. Es schlaucht mich schon ziemlich so eine Piste...

In Kiri auf malinesischer sowie in Thiou auf burkinischer Seite habe ich mir meine Stempel abgeholt. Wobei ich echt sagen muß, dass ich diesen Grenzübergang hier bislang am witzigsten fand. Ich mein, es gab null Streß. Die Beamten waren alle super cool und relaxed und haben keine Faxen gemacht. Aber die 'Grenzanlagen' selbst sind schon ein Witz; ich glaub, das kann man dann auch gleich ganz lassen...


Das hier ist übrigens - kein Witz! - die Polizeistation von Mali. Da kann man nur die Daumen drücken, dass der Wind nicht so stark bläst...


Der Typ vonner Polizei in Burkina Faso war ganz begeistert von meinem Mopped und hat erst mal ein paar Fotos geschossen...


Oui, geschafft. Ick bin da. Land Nummer Neun. Haute Volta aka Obervolta aka Burkina Faso. Das Land wurde 1984 umbenannt, hieß damals Upper Volta und Korruption war ein großes Problem. 1983 gab's die Revolution unter Thomas Sankara, ein eher links-orientierter Militär. Burkina Faso bedeutet soviel wie "Land der Unbestechlichen". Well, Monsieur Sankara konnte davon nicht mehr allzu viel miterleben. 1987 gab's den nächsten Putsch und der Namensgeber des Landes wurde erschossen...


Die Sandstraße zog sich noch hin bis Ouahigouya, es waren also ingesamt fast 200 Kilometer Dirt Road heute. Obwohl ich bis zuletzt gehofft hatte, dass ich es doch noch schaffe bis Quaga, habe ich in Ouahigouya eingesehen, dass es keinen Sinn mehr machte.


 Ich war einfach durch und nicht mehr fit genug, für die 180 Kilometer Teerstraße nach Quaga. Ausserdem hätte ich dann noch das Hotel suchen müssen. Also angehalten, Lonely Planet gezückt und das Hotel Dunia für heute Nacht auserkoren. Okay, heute fielen mir die Fixer & Berater besonders auf die Nerven. War einfach kaputt und wollte am Straßenrand meine Ruhe haben. In solchen Situationen nervt es mich gewaltig, wenn irgendwelche jungen Typen mit ihren Moppeds vorbei fahren und diese grässlichen Zisch-Laute von sich geben, um auf sich aufmerksam zu machen. Das Blöde ist, dass es funktioniert. Irgendwie hört man dieses beschissene "Zsssss - Schhhh" richtig deutlich auf dem Umgebungslärm raus und guckt dann, was los ist. Man, das stresst. Noch eine neue Telefonkarte besorgt und dann nix wie ab in's Hotel.

Das Hotel ist cool. Nach einigem Suchen habe ich es dann endlich auch gefunden. Ein paar Weißhäute stehen davor und sehen ganz nett aus. Es stellt sich raus, dass die Betreiber ein älteres syrisches (!) Pärchen sind. Hab mich irgendwie gleich wohl gefühlt. Einfach eine nette Athmosphäre. Und das Abendessen, was ich nach einer scheinbar endlosen Wartezeit bekommen sollte, war das Beste, was ich bislang kulinarisch vorgesetzt bekommen habe auf der Reise. Ich liebe einfach die Küche aus Nahost. Das ist für Veggies einfach genial. Neben Indisch mein Lieblinsessen, yummie. Aber sehr fein alle Tellerchen alle gemacht und auch die Mieze nicht vergessen, die seither vertrauensvoll blinzelt, wenn sie mich sieht.

Samstag, 1. Mai 2010

The Sound of Afrique - Beatles

"Kenne nur eines, die Liebe, und erkenne, dass nichts anderes der Mühe wert ist."

Ich glaub', das Zitat stammt aus einem Laibach-Song, ich hab's auch nochmal bei einem Atrocity feat. Das Ich Track gehört. Finde ich auf jeden Fall sehr cool und passend. Ohne Liebe ist alles ziemlich sinnlos, gel?

Die janze Reiserei ist zwar schon dufte, aber ich vermisse dich, Süße! Komm' mal bitte schnell her geflogen, ist doch nich sooo weit ;-)

Je t'aime beaucoup.


The Beatles - All you need is love

Love, love, love, love, love, love, love, love, love.

There's nothing you can do that can't be done.
Nothing you can sing that can't be sung.
Nothing you can say but you can learn how to play the game
It's easy.
There's nothing you can make that can't be made.
No one you can save that can't be saved.
Nothing you can do but you can learn how to be you
in time - It's easy.

All you need is love, all you need is love,
All you need is love, love, love is all you need.
Love, love, love, love, love, love, love, love, love.
All you need is love, all you need is love,
All you need is love, love, love is all you need.
There's nothing you can know that isn't known.
Nothing you can see that isn't shown.
Nowhere you can be that isn't where you're meant to be.
It's easy.
All you need is love, all you need is love,
All you need is love, love, love is all you need.
All you need is love (all together now)
All you need is love (everybody)
All you need is love, love, love is all you need.

Klare Optik in Mopti?

So, das war aber mal eine schwere Geburt, die Bilders auf den Blog zu laden. Habe zwar eine tolle WiFi Connection hier in Ségou, im Hotel Independance, aber die Uploads ziehen sich dermaßen in die Länge. Bäääh. Mein schaluer Trick, die Bilder nachts - während ich gemütlich penne - hoch zu laden, ist mal wieder grandios gescheitert. Mein Rechner war der Meinung, dass er lieber mal ein paar sinnlose automatische Updates durchführt, statt meine Upload-Liste abzuarbeiten. Schönen Dank auch! Jetzt habe ich hier über zwei Stunden beim Frühstück gesessen und alles in Slow-Motion nochmal drauf getan.

Puh, fertich! Jetzt kann ich mal endlich losfahren nach Mopti. Ich habe gestern noch mit Roland telefoniert. Er war gestern schon mit Denise nach Djenné weiter gefahren. Die Straße zum Campingplatz von vorgestern war übrigens richtig übel, sie wurde noch schlimmer, und selbst Roland mit seinem 4x4 brauchte irgendwann die "Differentialsperre", so eine Art ultimative Wafe bei den Allrad-Fahrzeugen, wenn's mal richtig 'dirty' wird. Na bloß gut, dass ich da nicht mitgefahren bin. Anyway, sie fahren heute nach Mopti bzw. Sévaré weiter, wo ich auch hin will. Ich hoffe, wir treffen uns dort in einem Hotel oder auf 'nem Campingplatz. In Djenné war's wohl nicht so lecker, da gibt's ne tolle Moschee (die größte Lehmburg der Welt), aber auch entsprechend viele Touris mit dem dazugehörigen Begleiterscheinungen (Stresser, Fixer, Berater etc.).

Also ich fahre jetzt mal mit meiner neuen Batterie nach Mopti, durchbreche dabei hoffentlich problemlos die 10000 Kilometer Schallmauer und mach's mir dann mal wieder bequem, bevor es morgen weiter Richtung Burkina Faso geht (über's Gebiet dieser Dogon-Leute).

Well, und ich habe einen tollen Plan! Wie es aussieht, kann ich es relativ zügig schaffen, bis nach Kamerun zu kommen. Ich denke mal, Mitte Mai ist realistisch. In Yaounde gibt's ein nettes Hilton-Hotel und nicht weit davon ist der Strand von Kribi, wo man wohl ziemlich exzellent auschillen kann. Das wäre doch eine super Location, um Nina zu treffen. Dann könnten wir gemeinsam nach Gabon (Libreville) weiter fahren und ich könnte sie dort wieder zum Flughafen bringen. Das wäre so geil! Ich vermisse dich, Süße!

Natürlich gibt's da noch ein bissel was zu organisieren (Flüge, Urlaub, Visa u.s.w.), aber ich glaube fest daran, dass es klappt. Yuppie! Je t'aime!