Mittwoch, 21. April 2010

The Sound of Afrique – Stark wie zwei

Die Nachricht vom Tod Mosos Schwester gestern Nacht im Hotel in Agadir hat ganz schön rein gehauen. Ich habe sie ja nicht einmal kennen gelernt, trotzdem war ich erst mal wie gelähmt. Wie immer in solchen Situationen, wenn ich vom Tod eines Freundes oder Bekannten erfahre. Es fällt mir ganz schön schwer, mit so etwas umzugehen. Also den Tod irgendwo für mich einzuordnen. „Der Tod ist ein Irrtum“ passt da ganz gut für meine Gefühlslage in solchen Momenten. Es kann einfach nicht sein. Es ist so surreal. Ich glaube, der Umgang mit dem Tod muss erst mal gelernt werden. Dabei ist er eigentlich das zentrale Element des Lebens irgendwie. Nur durch das Bewusstsein, dass wir irgendwann sicher sterben werden und unsere Zeit auf diesem Planeten definitiv limitiert ist, können wir doch unser Leben erst so richtig begreifen und intensiv leben, oder? Die Illusion, dass wir ewig da sein werden – und diese Illusion teile ich zuweilen mit, wie mir scheint , einer ganzen Menge anderer Leute – verleitet uns dazu, unsere Zeit zu verschwenden mir irgend einer dämlichen Kacke. Manchmal stelle ich mir vor, wie ich irgendwann vielleicht mal auf dem Sterbebett liege und dann auf mein Leben zurück blicke. Was werden wohl die Gedanken sein, die mir dann durch den Kopf gehen? Hätte ich doch bloß mit dem Rauchen aufgehört? Schade, dass ich nicht noch mehr Zeit im Büro verbracht habe? War ich auch immer recht brav und artig und hab es allen Leuten um mich herum immer recht gemacht? Schätze mal nicht, dass das die Gedanken sein werden. Deshalb: lebe deine Träume hier und heute! Fuck it! Das Leben ist kein Gefängnis, sondern ein Geschenk, das zelebriert werden will!

Und die, die uns verlassen, bleiben in unseren Gedanken und begleiten uns auf unseren Wegen. „Ihre Kraft geht voll auf uns über“. Ich denke an Totte, Peter, Hanne, Kalle und all die anderen, die schon  auf irgendeiner Wolke da oben sitzen und gechillt auf das teilweise irre Treiben ihrer – noch für einen kurzen Augenblick länger auf der Erde verweilenden – Artgenossen blicken und sich amüsieren. Irgendwann, später oder vielleicht auch früher, sehen wir uns wieder! Das ist so sicher wie das Amen inner Kirche. Hasta luego, Amigos!

Udo - Stark wie zwei

Der Tod ist ein Irrtum,
Ich krieg das gar nicht klar.
Die rufen gleich an
und sagen es ist doch nicht wahr,
es war nur'n Versehn,
war n falsches Signal,
aus irgendeinem fernen Sternental

Ich wähl deine Nummer,
doch du gehst nicht mehr ran.
Mir wird schockmäßig klar,
es ist doch wahr.
Du kommst nicht mehr,
doch ich lass mich davon nicht zu Boden schmettern

Der Fährmann setzt dich über'n Fluss rüber,
Ich spür deine Kraft geht voll auf mich über

Stark wie zwei,
ich geh die Straße runter
stark wie zwei.
Egal wohin ich geh,
Du bist dabei.
Ich bin jetzt
Stark wie zwei

Ich heb mein Glas
Und trink auf dich
Da oben hinter den Sternen
Ich vergess dich nicht
Auch wenn ich heute dich so hart verlier
So bleibst du doch
Hier für immer bei mir

Du hast immer gesagt ich soll nicht so lange trauern,
Ich soll in deinem Namen richtig weiter powern.

Stark wie zwei,
ich geh die Straße runter
stark wie zwei.
Egal wohin ich geh,
Du bist dabei.
Ich bin jetzt
Stark wie zwei

Stark wie zwei,
tief in meinem Herzen
Stark wie zwei,
hab dich immer dabei
Ich geh die Straße lang,
zusamm' mit dir.
Stark wie zwei

Der Fährmann setzt dich über'n Fluss rüber,
Ich spür deine Power geht voll auf mich über.

Stark wie zwei,
ich geh die Straße runter
stark wie zwei.
Egal wohin ich geh,
Du bist dabei.
Ich bin jetzt
Stark wie zwei.
Stark wie zwei.

Stark wie zwei,
du bist wie schon so oft ein Pionier.
Du reist jetzt schon mal vor
und irgendwann,
dann folg ich dir.

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