Alridy, bin jetzt wieder zurück von meiner Organisationstour durch Kinshasa. Ich war heute noch ein allerletztes Mal in dieser Drecksbotschaft von diesem Kackland, dessen Namen ich nicht mehr aussprechen werde. Ich war pünktlich um 1030Uhr da und das übliche "Attendez" konnten sie sich erst mal in den Arsch schieben. Ich bin in's Hinterzimmer und hab meinen Spezi gefragt wie es aussieht. "Attendez, Attendez" und die Aufforderung, dass ich doch im Wartesaal Platz nehmen sollte, habe ich mal schön ignoriert und ihm die ach so komplizierte Aussage entlockt, dass es "noch nicht fertig" sei. Aha, und für diese Aussage sollte ich jetzt im Wartesaal Platz nehmen und warten, oder was? Okay, dann also bitte den Pass zurück, bitte schön. Und wieder das obligatorische "Attendez". Nix attendez, du Flachwichser, ich will den Pass - maintenant. Letztes Mal habe ich auf den Pass zwei Stunden gewartet. Das wird heute nicht mehr passieren. Das schlimmste, was mir jetzt noch passieren kann, ist das sie die Sicherheitskräfte rufen und ich im allerübelsten Fall verhaftet werde. Aber darauf werde ich es nicht ankommen lassen. Trotzdem habe ich die Nase voll von der "Arschkriecherei" bzw. davon, mich freundlich und ruhig zu verhalten, egal wie unverschämt oder respektlos sie mir gegenüber treten. Das Maß ist voll. Sie können mich echt mal am Arsch lecken. Wahrscheinlich ist das genau die Attitüde, die ich auch schon in den letzten Wochen bei meinen Botschaftsbesuchen ausgestrahlt hatte, auch wenn ich versucht habe, mich äußerlich cool zu geben. Sicherlich ist das auch ein Mitgrund dafür, dass es mit meinem Visum soviele unergründliche "technische" Probleme gab. Aber egal, ich will nur noch meinen Pass und raus hier. Und NIE, ich betone NIE, wieder einen Fuß in so eine verkackte Ang (äh Böses Wort!) Scheiß-Botschaft setzen. Well, ich habe ein bisschen rumgestresst, war aber nicht aggressiv. Ich hab einfach auf taub geschalten, dann deutsch geredet und im Prinzip nie das gemacht, was diese Vollspasten gerade von mir verlangt haben. Auch der Pförtner hat sich mal wieder bemüßigt gefühlt, seine Autorität in die Waagschale zu werfen. Das Mopped muss woanders stehen, Rauchen im Innenhof ist plötzlich verboten, Warten im Innenhof auch - immer schön rein in den Wartesaal. Aber fuck it. Da konnte er soviel reden, wie er wollte. Ich blieb stur. Ich weiß natürlich, dass das alles relativ kindisch ist und im Endeffekt auch nicht die "verlorenen" drei Wochen in Kinshasa wiederbringt. Aber ich wollte ihnen wenigstens einmal rückspiegeln, wie es sich anfühlt, wenn man ohne Respekt behandelt wird. Denn das ist der springende Punkt hier gewesen, der mich teilweise zur Weißglut brachte. Null Respekt! Ein Botschaftsfuzzi meinte das dann auch noch zu mir, dass ich hier in der Botschaft sei und entsprechenden Respekt zu zeigen hätte. Ich habe ihn nur angelacht. Na ja, nach einer stressigen halben Stunde, die ich aber doch auch zum Teil genossen hatte, hatte ich meinen Pass wieder. Mit meinem radebrechenen Französisch - was aber genügt hatte - habe ich der versammelten Mannschaft im Hinterzimmer noch mal mitgeteilt, dass ich ihre Botschaft für einen "unglaublichen Scheiß-Laden" halte. Jut, hab dann noch meinen Führerschein und mein Handy von dem Pförtner-Deppen wieder bekommen und war endlich raus aus dem Laden.
Was für ein befreiendes Gefühl. NIE WIEDER hier her zurück. Und wenn ich zurück nach Deutschland laufen muss, aber diese Motherfucker können mich sowas vom am Arsch lecken. Ich überlege noch, wie ich mich eventuell bei diesem Land bzw. dessen Bürokratie revanchieren kann. Ich bin leider etwas nachtragend, und irgendwas Nettes fällt mir da schon noch ein...
Natürlich könnte ich mich in den Arsch beißen beim Gedanken an die vielen, vielen Stunden, die ich nicht nur hier in Kinshasa, sondern auch in Matadi, Muanda und natürlich auch in Berlin verbracht habe - nur um dieses dämliche Visum zu bekommen. Alles umsonst. Für nix und wieder nix. Ätzend. Aber die Wichser kriegen mich nicht klein. Ich lass den Ärger heute nochmal raus und dann ist das Kapitel für mich erledigt. Ich möchte nicht, dass mich die Wut über diese Idioten beherrscht. Ich will nach vorne blicken. Und wenn es denn klappt mit dem Flieger nach Lubumbashi, dann wartet wieder eine neue Etappe auf mich - mit hoffentlich wieder positiven Erlebnissen.
Also noch ein letztes Mal: SCHEISS auf ANGOLA!
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

lol: ;) --> von MG
AntwortenLöschenMeinst du Angola oder Kongo?;-)
AntwortenLöschen